Kategorie: IMAGE 02/2005
Die Macht der Bilder als Ohnmacht der Politikwissenschaft: Ein Plädoyer für die transdisziplinäre Erforschung visueller politischer Kommunikation
Von Benjamin Drechsel | Die Politikwissenschaft hat Bilder bisher kaum für ihre Forschung verwendet. Wenn sie sich dem Phänomen der ›politischen Bildlichkeit‹ nun doch zuwendet, muss sie auf den methodischen und inhaltlichen Kompetenzen anderer bildwissenschaftlich orientierter Disziplinen aufbauen.
Bildökonomie Von den theologischen Wurzeln eines streitbaren Begriffs
Von Emanuel Alloa | Die Bildwissenschaften haben sich jüngst vermehrt für die Frage der ökonomischen Implikationen von Bildern interessiert, die zumeist als Anwendungsbereich einer sich von der traditionellen Bildontologie distanzierenden Bildpragmatik interpretiert werden. Mit dieser Begriffsgeschichte des Wortes ›Bildökonomie‹ soll gezeigt werden, dass es in Byzanz eine ausdifferenzierte Theorie der »oikonomia« des Bildes gegeben hat, die sich von Bildontologie wie Bildpolitik gleichermaßen unterscheidet.
Das Bild als Handlung? Zum Verhältnis der Begriffe "Bild" und "Handlung"
Von Silvia Seja | Bilder lassen sich einerseits hinsichtlich ihrer Funktionen definieren, andererseits hinsichtlich ihrer Eigenschaften beschreiben. Werden Bilder funktional definiert, bedeutet dies, anzunehmen, dass Bilder nicht unabhängig von zuschreibbaren Funktionen existieren können. Hiermit verbindet sich ein Prinzip semantischer Handlungen, die als ›Bildakte‹ bezeichnet werden und auf einer Begriffsbestimmung beruhen.
Die Kunst des Handelns und des Leidens – Schmerz als Bild in der Performance Art
Von Helge Meyer | In meinem Dissertationsvorhaben gehe ich von der These aus, dass die Kunstform der Performance imstande ist, Bilder für Schmerz (sei er physisch oder psychisch) zu entwickeln und diese einem Betrachter »nahe« zu bringen.
Rechtsextreme Bannerwerbung im Web Eine medienspezifische Untersuchung neuer Propagandaformen von rechtsextremen Gruppierungen im Internet
Von Stefan Meier-Schuegraf | Das Internet ist mittlerweile das wichtigste Propagandamittel zur Verbreitung rechtsextremen Gedankenguts. Es wird mit all seinen Möglichkeiten der Online-PR genutzt. Nicht nur über Websites, Portale und e-commerce-Auftritte werden Propagandamaterial und kommerzielle Artikel wie T-Shirts, Musik, Computerspiele etc. vertrieben, sondern auch mit Hilfe von Werbebannern machen Betreiber von rechten Online-Auftritten auf sich aufmerksam. Der Text stellt nach einer allgemeinen Einführung in Entwicklungen und Praktiken rechter Agitation im Netz die Textsorte Politbanner als Mittel der Werbung und Vernetzung der rechten Szene vor.
Einleitung
Von Eva Fritsch und Rüdiger Steinmetz | Die Einleitung bietet einen Überblick über die Tagungsvorträge und den Tagungsablauf der Tagung Filmforschung und Filmlehre in der Hochschullandschaft.
Filmforschung und Filmlehre in der Hochschullandschaft
Von Klaus Keil | Der Beitrag beschreibt die aktuelle Lage der Filmlehre in der Hochschullandschaft in Deutschland.
Film in der Lehre Erfahrungen mit einführenden Seminaren zu Filmgeschichte und Filmanalyse
Von Eva Fritsch | Der folgende Artikel fasst einerseits die Erfahrungen mit ersten Filmlehrschritten in der Lehreraus- und Lehrerfortbildung zusammen. Andererseits soll verdeutlicht werden, wie Film in der Schulwirklichkeit als Lernort begriffen wird und stattfinden kann.
Film in der Lehrerfortbildung
Von Manfred Rüsel | In der Lehrerfortbildung muss die Filmbildung vorangetrieben werden.